…trip! Wir haben uns also auf den Weg gemacht. Eric, Bob, Elio und ich. Und haben die gut 590km unter die Räder genommen, um Bob und Elios Züchterfamilie wieder einmal zu treffen. Und noch einiges mehr hatten wir vor…

Wir hatten gut Zeit unterwegs, uns über eigenartige Dinge zu wundern… ich meine „Möhrenerzeuger“ tönt nicht wirklich, nach Landwirtschaft, Bio und knackigem Rüebli oder? Aber wir hatten wahrlich genügend Zeit, uns darüber zu wundern, standen wir doch vor/in/um Karlsruhe für eine gute Stunde mehr oder weniger am selben Ort.
Wir haben dann, wie schon vor einem Jahr, im Hotel an der Skihalle „Fire & Ice“ eingecheckt und uns erstmal herzlich über das Wiedersehen mit Familie Spelter & Co. gefreut. Feine Spargeln, kiloweise Labrador – ein schöner Abend, aber zeitig ging es in die Federn, schliesslich stand am Freitag das kollektive Röntgen des E-Wurfes an.
Alleine die Tatsache, dass da sechs Labis kollektiv im Wartzimmer der Tierklinik Lesia hockten, sich alle kannten und munter miteinander plauderten war die Reise wert. Es kam aber noch besser.

Ein Hundetier ums andere wurde mit Propofol (does it ring a bell? Michael Jackson?) in den Schlaf gespritzt, auf dem Chärreli ins Röntgen gefahren, dann kam das Tier wieder – selten so friedlich schlafend. Aber die Ruhe hielt nicht lange an und schon bald strampelte und quietschte Elio wieder durch die Gegend. Ebby-Eva, Elio, Enzo, Eddi und Elven – alle auf den ersten Blick mit einwandfreien Gelenken – das war eine Freude!
Es dauerte allerdings eine gefühlte Ewigkeit, bis dann auch noch alle Papiere (Zahnstatus? OCD? HD? ED?) korrekt ausgefüllt und abgestempelt waren und eigentlich war der Tag schon um, bevor er richtig begonnen hatte. Das Wartezimmer roch ziemlich nach Hund und mindestens 1kg schwarze Haare haben wir da auch gelassen….

Mindestens WIR waren alle nudelfertig und nach einem Teller Chili con Carne um 1900h schon im Bett.
Die Rechnung hatte ich allerdings ohne Eric gemacht, der um 2030h nach einem Nachtessen verlangte und so haben wir uns in den Biergarten der Skihalle Neuss aufgemacht. Uaaaah!
Alleine die Tatsache, dass man im topfebenen Raum Düsseldorf eine Skihalle aufstellt, lässt mich die Stirne runzeln. Skihalle?

Skihalle! mit Zauberteppich, Schlepplift und Sessellift. Mit Schneebar und Skilehrern und einem Sportshop, wo man Snowboards ab 800 Euro erstehen kann. Also ähm, die spinnen doch, die Römer oder?
Aber wir waren ja im Biergarten. Mit Holztischen, Lammfellen, mit Resi auf der Alm, Dirndl und entsprechender Musik. Eric war begeistert…

Der Dirndlinhalt war mindestens so falsch, wie die Fingernägel des einen Gastes – dafür der Bierpegel hochgebirgig! meine Güte, Ballermann in der Höhe? Wir kamen uns ziemlich schräg vor und haben den Ort des Geschehens baldmöglichst verlassen und eine Runde gepennt.
Am Samstag dann, gab’s eine Runde Training in wunderschönem Gelände…

Und spannend, von einem anderen Trainer, ganz anderen Input zu bekommen… tja, es ist, wie immer, es führen vielen Wege nach Rom!
Abgeschlossen haben wir -natürlich- bei Speis und Getränken im Feuerwehrlokal Neuss. Danke Stefan für den Grill, die vielen feinen Kuche und die Feuerwehrdemo für Eric – mmmmh! ich bin kugelrund und sehe mich morgen schon vollgequasselt! Und die Hunde hatten auch ihren Spass – meine beiden Tiere auf alle Fälle liegen mausbeinflach zu meinen Füssen und machen keinen Wank mehr!

Bye-bye Neuss, bye-bye Skihalle, wir kommen wieder! und wer weiss, vielleicht schaffen wir’s ja sogar mal nach Holland im nächsten Jahr…


