Riesig – einige Gedanken zur Landwirtschaft

Heute wollte es der  Zufall, dass ich mein gekauftes Bio-Kalb zum ersten Mal selbst auf dem Bauernhof abholte. Es war erstens ein Ausflug in eine wunderschöne Gegend ganz in der Nähe und zweitens eine Begegnung mit einem jungen Mann, der mit so vielen Ideen und soviel Enthusiasmus aufwartete, dass mir beinahe die Spucke weg blieb. Meine Güte, wenn alle Bauern so innovativ und voller Ideen, dann könnten uns die EU-Preise Schnurz sein und die Schweizer Bauern wären nicht in erster Linie Staatsangestellte…

ein anständiges Frühstücksei!

Aber mal ehrlich, was hat das Biokalb mit dem riesigen Ei in Eric’s Hand zu tun? der Bauernhof wird gerade zu einer Straussenfarm umgebaut, ergänzt, erweitert. Und was ich vom Besitzer, von Christoph Reutlinger in dieser kurzen Zeit erfahren habe, boah, da hat jemand tausend Ideen und jede Menge Know-How über die komischen Vögel. Wenn einem der Strauss so von Angesicht zu Angesicht ab etwa 250cm herunter anguckt, kann man sich gut vorstellen, dass diese Vögel (die am Tag bis 50l Wasser trinken!) mit ihren gewaltigen Krallen durchaus einem Tier oder dem Menschen gefährlich werden können. Soweit so gut, was mir aber besonders gefallen hat, sind die Ideen, neben der Straussfarm auch noch Kühe zu halten – damit die anfallende Gülle als Dünger auf die Felder ausgebracht werden kann und kein Dünger angekauft werden muss. Und dass deren Därme für Straussenbratwürste weitere Verwendung finden sollen. Weitere Informationen auf der Website (www.reutlingers-straussenfarm.ch) und ein Besuch in dieser herrlichen Gegend ist allemal ein Ausflug wert.

Und so kam es, wie es kommen musste und nebst meinem Biorind, fanden sich alsbald herrliche Straussensteaks, Straussenleber (noch nicht degustiert) und natürlich ein Straussenei in meinem Kofferraum. Das Ei übrigens, wiegt zarte 1.427kg – möchte noch jemand zum Spiegelei kommen?

Wir wünschen ein schönes Wochenende, haben alles verzurrt und reingeräumt und erwarten den Temperatursturz und den Sturm. Adieu Sommer?

Über Tina

Staatlich unzertifizierte, altmodische und pädagogisch wenig wertvolle Kinder- und Hundebändigerin mit Hang zum Chaos. Und Liebe zum Mann, zum Chaos und zur Nähmaschine.
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One Response to Riesig – einige Gedanken zur Landwirtschaft

  1. Sabine sagt:

    … gut, wir „ernten“ nur das Gegenteil… Zwerghuhneier. Aber die auch voll „bio“ 😉

    Liebe Grüße
    Sabine

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