Ich habe mir dieses Wochenende mit einem Hunde-Event um die Ohren geschlagen. Und keine Pokal gewonnen und überhaupt, keine Prüfung bestanden, also alles für die Katz. Ich meine bitte, wer steht dann schon am frühen Samstag um 0530h auf? für die Katz?
Ok, man kann das natürlich auch so sehen… ich habe mich allerdings bereits auf dem Weg in St. Galler Rheintal über grandiose Fernsicht gefreut. In Werdenberg angekommen war dann auch ganz schnell klar… heute wird ein Glanztag! der erste richtige Frühlingstag! Begonnen hat er fröstelig (Handschuhe ein klarer Vorteil) aber wunderbar sonnig. Helfer sehen viel und lernen dazu!
Am Mittag dann die Prüfung mit meiner Wundertüte Jodie… ich bin zufrieden, auch wenn wir eine Null kassiert haben, weil Jodie partout nicht auf ein sogenanntes Blind, ein nicht sichtbares Dummy geschickt werden wollte. Immerhin, die Aufgaben, die sie gelöst hat, hat sie grandios gelöst! Wir bleiben dran.
Und dann, Sommerzeitumstellung sei Dank, bin ich ganz unverhofft zu einem feinen Nachtessen und einer entspannenden Nacht im Hotel „Schlössli Sax“ gekommen. DAS kann ich jedem nur empfehlen. Klein, fein, perfekt!

Und wer bitte, wenn nicht Hundemenschen, hat dann am frühen Morgen eine solche Aussicht?

Heute Sonntag wieder bei tollem Wetter (nein, der Sonnenbrand von gestern ist noch nicht ganz verheilt… Claudi sei Dank, habe ich mich heute sogar mit „Nivea for Kids, Faktor 50“ geschützt) neue Aufgaben mit dem blonden Tier.

Und? was soll ich sagen? wieder nicht bestanden, dank Nullrunde. Sieht man das Glas halb voll, kann ich aber von recht gutem Gehorsam erzählen (DAS war definitiv schon schlimmer) und mich auch über einigermassen anständige Dummy-Abgaben freuen. Die Arbeit an sich war einwandfrei, Elio hat eine supertolle Nase und wenn er das Hirn (und die Ohren) mit einsetzt, kommt das gut. Wir bleiben dran und üben weiter. Der Weg ist das Ziel – vermutlich kann Elio dann alles, wenn er etwa 12 Jahre alt ist.
Und was ist mein ganz persönliches Fazit für das Hundewochenende? Hundearbeit ist der Weg, nicht das Ziel! Ich habe mich über einige schöne menschliche Begegnungen gefreut (immerhin bin ich seit fast 20 Jahren „im Geschäft“ – es gibt doch einige Menschen, die nicht fast die ganze Zeit über begleiten), es ist eine Freude zu sehen, wie Hund und Mensch als Team arbeiten können. Auch hier… das Glas ist halb voll. Ich habe auch „nette“ Mitkonkurrenten gesehen, die alles andere als nett zu ihren Hunden waren, die unfair gekämpft haben und dochdoch, der eine hat mich immerhin zum ersten Mal seit fast 7 Jahren gegrüsst. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen vor Ehre. :-))))))) Hundesport (und ich befürchte, das gilt für alle Sparten) ist das, was man draus macht!
