Wesen getestet!

Bob und ich durften ein langes Wochenende gemeinsam verbringen. Ganz hundemässig. Wir haben in Rech an der Ahr (uiuiui, ganz weit weg) Mama, Grossmama und Geschwister von Bob getroffen und so ganz nebenbei noch den Wesenstest absolviert und guten Wein degustiert. Gescheite und andere Gespräche geführt und am Seminar mit Klaus Karrenberg („das andere Ende der Leine“) viel Wissenswertes erfahren und ebenso viel gelacht! Ich persönlich fand das Seminar sehr spannend, auch wenn ich bezweifle, dass alle Teilnehmer die Informationen aus den Bereichen Verhaltensbiologie und Lerntechnik des Hundes im Bezug auf ihre eigenen Handlung umsetzen können. Es ist eben einfacher, ein „Rezept“ gegen an der Leine ziehende Hunde abzugeben (oder einzufordern), als sich mit dem WESHALB auseinander zu setzen. Und… das habe ich auch gemerkt, ich muss die letzten Jahre doch einiges am und vom Hund gelernt haben…

Zu Bob schrieb der Wesensrichter: „Der 20 Monate alte Labrador-Rüde zeigte sich temperamentvoll. Das Bewegungsverhalten ist gut sichtbar geworden. Er ist sehr aufmerksam und ausdauernd im Verfolgen eines Zieles. Stark ausgeprägt ist das Spielverhalten, er zeigte ein starkes Beuteverhalten. Er trägt und trägt zu. Die Bindung ist gut, ebenso die Unterordnungsbereitschaft. Im Umgang mit Fremdpersonen verhielt er sich freundliche, aber etwas distanziert (er wählt Menschen aus). Bei der Seitenlang und in der Gasse sicher und unbeeindruckt. Der Rüde ist beim Schuss kurzfristig beeindruckt. Im akustischen Bereich nähert er sich vorsichtig.“

Ich fand es enorm spannend, wie sich die selbe Rasse so unterschiedlich verhalten kann. Selbst Bob’s Bruder Bosch, optisch ein Klon, verhielt sich eigentlich ziemlich anders. Alle geprüften Hunde haben bestanden und es war einfach wunderschön, neun entspannte Hunde danach friedlich durcheinander wuseln zu sehen.

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Der Tag klang spät aus, soviel sei verraten. Den Abschluss haben wir auf einer wunderschönen Terrasse mit Ausblick über das Ahrtal genossen und begossen. Dochdoch, wir hatten einen Chauffeur und alle sind gut nach Hause gekommen und ich habe es sogar geschafft, am Sonntagmorgen wie vorgenommen, in aller Hergottenfrühe nach Hause zu fahren. So sind wir wieder da und werden gleich eine Runde Mittagsschlaf abhalten!

Über Tina

Staatlich unzertifizierte, altmodische und pädagogisch wenig wertvolle Kinder- und Hundebändigerin mit Hang zum Chaos. Und Liebe zum Mann, zum Chaos und zur Nähmaschine.
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